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Allgemeine Informationen zu mir und meinen Programmen

Seit 1980 ist das Entwickeln von Computerprogrammen mein Hobby. Dieses Hobby
habe ich bis heute beibehalten. Da ich blind bin, verfügen meine Programme
über keinen optischen Schnickschnack und sind deshalb besonders gut für seh-
geschädigte und blinde PC-Nutzer geeignet.
In den Computeranfängen der DOS-Ära habe ich rund 100 Programme entwickelt.
Seit Ende 2000 programmiere ich auch Windows-Anwendungen und seit August 2012
arbeite ich mit der modernen Programmiersprache Visual Studio 2010.
Diese Programmiersprache ist allerdings für einen Blinden äußerst schwierig!
Meine Programme beschäftigen sich mit Text- und Datenverarbeitung, mit
Terminverwaltung, Mailverkehr, Soundbearbeitung, mit Blindenkurzschrift,
mit Spielen und Konvertierungen aus einem Format in ein anderes Format. Es
sind daher im Laufe der Jahre viele kleine nützliche Helfer entstanden, die
uns Blinden und Sehgeschädigten die Arbeit am und mit dem PC sehr erleichtern
können. Da fast alle Programme Freeware sind, können sie problemlos von
meiner Webseite heruntergeladen und sofort genutzt werden.
Wen es interessiert: 1980 fing ich auf einem COMMODORE PC20 an.
Dieser PC hatte eine Festplatte von 20 MB. Ja, Du hast richtig gelesen. Das
war damals wahnsinnig viel, weil man seinerzeit nur DOS-Texte geschrieben
hat, die nur den Platz für die reinen Zeichen benötigten, d.h. 1.000 Zeichen
benötigten 1.000 Byte. Der Arbeitsspeicher war gerade mal 640 KB groß, das
reichte aber vollständig aus. Heute lachen wir darüber, weil ein aktueller
Standard-PC mindestens 2 GB RAM hat (also mehr als das dreitausendfache)
und eine Festplatte Kapazitäten von 500 GB (also mehr als das fünfundzwanzig-
tausendfache) oder mehr hat. Und das zu einem Preis, von dem man früher
nur geträumt hat.
Aber glaube bitte nicht, daß ein heutiger Rechner in der reinen Anwendung,
wie z.B. der Textverarbeitung schneller ist als ein altes Gerät. Ein größeres
Betriebssystem und umfangreichere Software fressen vieles wieder auf.
Bei meinem ersten DOS-Rechner war GWBASIC dabei. Das war ein sogenannter
Interpreter, mit dem man zwar selbständig programmieren, aber keine direkt
ausführbare Programme herstellen konnte. Damit lernte ich als Autodidakt
BASIC. Später kam dann Quickbasic hinzu und als Krönung unter DOS die Pro-
grammiersprache: QBX oder "Professional Developement System".
Natürlich schrieb ich auch Assembler-Routinen, weil mir die zuvor erwähnten
"sogenannten" Hochsprachen zu langsam waren. ASSEMBLER ist eine reine
Maschinensprache und dadurch erheblich schneller.
Außerdem schrieb ich mit Power-Basic und Better-Basic Programme, bis ich im
Jahr 2000 bei meinem ersten Windowsprogrammiersystem Visual Basic gelandet
bin. Diesem System bin ich bis heute treu und nutze die Sprache auch weiter-
hin zur Pflege der Visual Basic-Programme.
Ferner schrieb ich auch Programme für Taubblinde, die eine Braillezeile
nutzen, um auch diesem Personenkreis die Freude zu machen, alleine ein Denk-
oder Reaktionsspiel am PC spielen zu können.
Du siehst, das Programmieren macht mir auch heute, nach über 30 Jahren
Programmiererfahrung, immer noch Spaß. Ich finde es einfach schön, mit
meinem Hobby auch anderen Menschen eine Freude bereiten zu können.
Anfang der 80er Jahre belieferte ich mehrere deutsche Firmen mit Software und
leitete so den Preisverfall der seinerzeit völlig überteuerten sprechenden
PCs ein.
Es hatte mich sehr geärgert, dass große Hilfsmittelfirmen extrem hohe Preise
für ihre Hilfsmittel verlangt hatten. Deshalb machte ich mich damals auf die
Suche nach einer Partnerfirma, die den PC mit Sprachmodul und Scanner
zusammenbaute.
Auch heute beliefere ich noch Hilfsmittelfirmen mit Spezialsoftware, die dann
in die jeweiligen Hilfsmittel eingebunden wird. Wenn ich hier von Beliefern
schreibe, meine ich kein Beliefern im kommerziellen Sinn, denn das
Programmieren war, ist, und bleibt mein Hobby.

Euer Wolfram Floßdorf

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